MUCINS-Studie: Mucociliäre Clearance beim Schlaganfall

Ein Schlaganfall ist nicht nur eine plötzliche lebensbedrohliche Erkrankung, sondern für sehr viele Patient:innen auch mit verschiedenen Komplikationen verbunden. Lungenentzündungen sind häufige und schwerwiegende Komplikationen nach Schlaganfall. Aus der bisherigen Forschung wissen wir, dass unterschiedliche Faktoren das Risiko für eine Lungenentzündung bei Schlaganfallpatient:innen verstärken. Hierzu gehört neben der verminderten Bewegung auch eine etwaige Schluckstörung und eine Schwäche im Immunsystem, die sich nach einem Schlaganfall einstellt. Und obwohl es sich beim Schlaganfall um eine sehr häufige Erkrankung handelt, gibt es zur Lungenentzündung bei Schlaganfallpatienten bisher keine überzeugenden Vorsorge-Mechanismen.

In der MUCINS-Studie möchten wir daher untersuchen, ob die Selbstreinigung der Lunge (mucociliäre Clearance) nach einem Schlaganfall eingeschränkt ist.
Hierfür sollen 12 Schlaganfallpatient:innen und 12 Patient:innen einer Kontrollgruppe untersucht werden.
Für eine Studienteilnahme kommen alle volljährigen Patient:innen in Frage bei denen im Rahmen einer regulären Behandlung bzw. Patientenversorgung eine Bronchoskopie geplant ist.

Diese Untersuchung möchten wir nutzen, um von der Schleimhaut der Nase, der Luftröhre und der Bronchien mittels Bürstung Schleimhautgewebe zu gewinnen und diese anschließend im Labor zu analysieren.

Die gewonnenen Daten sollen dann anschließend zusammen mit den Ergebnissen einer Blutuntersuchung sowie einer Befragung zueinander in Bezug gesetzt werden, um so Informationen zum Risiko für Lungenentzündungen nach Schlaganfall zu gewinnen.

Mit Ihrer Teilnahme können Sie dazu beitragen, dass die Versorgung von Schlaganfallpatient:innen in Zukunft besser an deren Bedürfnisse angepasst ist.

Die Studie „Mucociliäre Clearance beim Schlaganfall“ (MUcociliary Clearance IN Stroke - MU-CINS) wird vom NeuroCure Clinical Research Center (NCRC) und dem Zentrum für Schlaganfallforschung Berlin (CSB), Charité –Universitätsmedizin Berlin (Direktor und Projektleiter: Prof. Dr. Andreas Meisel) durchgeführt und wird durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert.

Studienleitung: Prof. Dr. med. Andreas Meisel (Leitung AG zerebrovaskuläre Erkrankungen, NCRC)