DFG fördert den Sonderforschungsbereich „Behandlung motorischer Netzwerkstörungen mittels Neuromodulation“

02.06.2020

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) richtet zur weiteren Stärkung der Spitzenforschung an den Hochschulen zehn neue Sonderforschungsbereiche (SFBs) ein. Die neuen SFBs werden ab dem 1. Juli 2020 zunächst vier Jahre lang mit insgesamt rund 114 Millionen Euro gefördert. Sechs der neuen Verbünde sind SFBs/Transregios (TRR), die sich auf mehrere antragstellende Hochschulen verteilen.

Zusätzlich zu den zehn Einrichtungen stimmte der Bewilligungsausschuss für die Verlängerung von 23 SFBs für je eine weitere Förderperiode, darunter sechs SFBs/TRRs. Sonderforschungsbereiche ermöglichen die Bearbeitung innovativer, anspruchsvoller und langfristig konzipierter Forschungsvorhaben im Verbund und sollen damit der Schwerpunkt- und Strukturbildung an den antragstellenden Hochschulen dienen. SFBs werden maximal zwölf Jahre gefördert. Ab Juli 2020 fördert die DFG insgesamt 274 SFBs.

Zu den zehn neuen Sonderforschungsbereichen zählt auch der SFB/Transregio „Behandlung motorischer Netzwerkstörungen mittels Neuromodulation“.

Prof. Dr. Andrea Kühn (Sprecherin des SFB/TRR und NeuroCure PI) untersucht gemeinsam mit ihrem Team die vielfältigen Symptome von Erkrankungen motorischer Regelkreise im Nervensystem. Dabei konzentrieren sich die Forscher:innen auf die Anwendung, vertiefte Erforschung und Weiterentwicklung der Tiefenhirnstimulation, einer klinisch bereits etablierten Methode mit immer noch hohem ungenutztem Potenzial. Der SFB/TRR will unter anderem dazu beitragen, krankhaft veränderte Netzwerkaktivitäten ausschalten zu können und zugleich normale Funktionen zu erhalten oder gar wiederherzustellen. (Charité Berlin – FU Berlin und HU Berlin, Universität Würzburg)

Quelle: Pressemitteilung der Deutschen Forschungsgesellschaft (DFG)

Kontakt:
Prof Dr. Andrea Kühn
Charité-Universitätsklinikum Berlin, Mitglied des Exzellenzclusters NeuroCure
E-Mail: Andrea.kuehn(at)charite.de

 

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